Bierlampe – Licht für dein Maß.
Ein älteres Projekt, das kürzlich wiederbelebt wurde: Eine 3D-gedruckte Halterung macht das Smartphone zur warmen Lichtquelle für das bayerische 1-Liter-Maß – und kann oben auf dem Aufsatz zugleich als Wespenschutz dienen.
Eine kleine Idee mit echtem Gegenstand
Die Bierlampe ist keine allgemeine Taschenlampen-App, sondern der digitale Teil eines konkreten Tischprojekts. Die Webapp liefert das Licht, die Halterung bringt es an die richtige Stelle. Alles funktioniert ohne Konto und ohne Cloud: Deine Lichteinstellungen, der Bierdeckel-Zähler und die für kleine Tischhelfer eingegebenen Namen bleiben lokal auf deinem Gerät.
Im Mittelpunkt stehen zwei Varianten. Im Modus „Auf dem Glas“ liegt das Handy trocken oben auf dem Aufsatz und beleuchtet den Bereich rund um Deckel und Maß. Im Modus „Unter dem Glas“ wird die Halterung vorsichtig auf das Smartphone gesetzt, sodass das Display von unten in das Bier leuchtet.
Bierlampe öffnen ↗So sieht die Idee in der Praxis aus
Das kurze Demo-Video zeigt die vorgesehene Nutzung im Biergarten. Die Webapp enthält das Video auch lokal und kann nach dem ersten Laden als PWA offline weiterverwendet werden.
Die Halterung aus dem 3D-Drucker


Der aktuelle Entwicklungsstand ist für PETG mit 0,20 mm Layerhöhe, vier Wänden und ungefähr 30 Prozent Infill ausgelegt. Das Außenmaß beträgt etwa 120 × 120 × 20 mm. Optional lässt sich in der Mitte eine 2 mm starke Plexiglasscheibe mit 85 mm Durchmesser einsetzen.
Die Druckdateien sind kostenlos für eigene Tests gedacht: STL-Testmodell für den Slicer und SCAD-Datei zum Anpassen in OpenSCAD.
Zufalls-Tools für den Tisch
Manchmal fehlt im Biergarten kein großes Spiel, sondern nur eine schnelle Entscheidung. Die Bierlampe ersetzt dafür ein paar Dinge, die man im Dunkeln oder an einem vollen Tisch nicht erst suchen möchte – direkt auf dem Handy, ohne zusätzliche Gegenstände und ohne Trinkspiel-Zwang.
Würfel
Wähle einen oder zwei Würfel und lass das Ergebnis auswürfeln. Die Animation macht aus dem kurzen Klick einen kleinen Moment Spannung, bevor die Augenzahl und bei zwei Würfeln auch die Summe erscheinen. Praktisch für eine spontane Spielentscheidung, eine Reihenfolge oder einfach für die Frage, wer heute Glück hat.
Kopf oder Zahl
Ein virtueller Münzwurf entscheidet zwischen Kopf und Zahl. Besonders nützlich, wenn es dunkel ist, keine Münze zur Hand liegt oder die echte Münze gerade unter dem Tisch verschwunden ist. Kurz tippen, Ergebnis abwarten, Entscheidung treffen.
Wer beginnt?
Trage mehrere Namen ein und lass die App zufällig bestimmen, wer bei einem Spiel oder einer Runde anfangen darf. Die Namen laufen kurz durch, bevor die Entscheidung fällt – das wirkt deutlich gerechter, als wenn immer dieselbe Person freiwillig den ersten Zug übernimmt. Die Namensliste bleibt lokal auf dem Gerät.
Außerdem gibt es Lichtstimmungen, Farbverläufe, Helligkeit, Kreisgröße, Animation, Vollbildmodus und Timer für die eigentliche Bierlampe. Der Bierdeckel-Zähler dokumentiert Getränke, ohne daraus einen Wettbewerb zu machen.
Zwei Spiele, die man ausprobieren muss
Die Spiele sind für eine Gruppe und ein einziges Smartphone gedacht. Das Handy wandert nicht als komplizierte Spielkonsole herum, sondern bringt genau den kleinen Impuls, der eine Tischrunde ins Gespräch und zum Lachen bringt.
„Wer bin ich?“ – die Stirnkarte
Eine Person hält das Smartphone vor die Stirn. Der Name einer bekannten Person oder Figur wird nur den Mitspielern angezeigt – die ratende Person selbst darf ihn nicht sehen. Jetzt beginnt die eigentliche Gaudi: Durch Fragen muss sie herausfinden, wen sie darstellt. Die Gruppe darf ausschließlich mit Ja oder Nein antworten. Jede Frage bringt die Runde ein Stück weiter, und die Mitspieler müssen gleichzeitig aufpassen, nicht durch ein Grinsen oder einen Nebensatz zu viel zu verraten.
Das macht gerade deshalb so viel Spaß, weil alle beteiligt sind: Eine Person rätselt, die anderen kennen die Antwort und erleben jeden falschen Verdacht mit. Aus einfachen Fragen entstehen schnell überraschende Umwege, Diskussionen und viel Gelächter. Wer solche Ratespiele mag, sollte diese Variante unbedingt einmal ausprobieren.
Mystery-Rätsel – laterale Geschichten
Das zweite Spiel sind laterale Rätsel: kurze, zunächst völlig rätselhafte Geschichten, bei denen die offensichtliche Erklärung in die falsche Richtung führt. Zum Beispiel: Eine Frau kauft sich morgens neue Schuhe und stirbt daraufhin abends. Was ist passiert? Nur der Spielleiter kennt die Lösung. Die Gruppe darf Fragen stellen, die der Spielleiter nur mit Ja, Nein oder Unklar beantwortet, und versucht gemeinsam, die verborgenen Zusammenhänge aufzudecken.
Das Besondere ist der Perspektivwechsel. Man muss nicht mehr Informationen auswendig kennen, sondern lernen, die Geschichte anders zu betrachten: Was wurde nicht gesagt? Welche Annahme war voreilig? Welches scheinbar nebensächliche Detail ist in Wahrheit der Schlüssel? Genau daraus entsteht der Reiz – die Gruppe denkt laut, verwirft Theorien, kommt plötzlich auf eine völlig neue Spur und erlebt den Aha-Moment gemeinsam. Diese lateralen Geschichten sind etwas ganz Besonderes und gehören unbedingt in eine gesellige Runde: ausprobieren, bevor man glaubt, man könne solche Rätsel nicht lösen.
Optional mit KI: Spielleiter oder Mitspieler
Wenn niemand am Tisch die Spielleitung übernehmen möchte, kann die KI diese Rolle übernehmen. Sie kennt die geheime Lösung, prüft eure Fragen und antwortet als strenger, aber geduldiger Spielleiter ausschließlich mit Ja, Nein oder Unklar. Auch Lösungsvorschläge kann sie einordnen, ohne die Auflösung vorschnell zu verraten.
Oder die KI wird selbst zum Mitspieler: In dieser Rolle kennt sie die Lösung ausdrücklich nicht. Sie sieht nur die Geschichte und den bisherigen Frage-Antwort-Verlauf und formuliert daraus eine eigene nächste Ja-/Nein-Frage. So sitzt plötzlich noch jemand am Tisch, der in eine andere Richtung denkt und auf Details kommt, die der Gruppe vielleicht entgangen sind.
Die KI-Variante braucht eine Internetverbindung. Geschichte, Fragen und Spielverlauf werden nur dann an den serverseitigen KI-Dienst übertragen, wenn ihr diesen Modus ausdrücklich auswählt. Wer lieber vollständig offline spielt oder keine Rätseldaten übertragen möchte, nutzt weiterhin die menschliche Spielleitung.
Die Sammlung enthält mehrere vorbereitete Geschichten. Weitere kleine Spiele und Zufallshelfer für Tischgesellschaften sind ausdrücklich denkbar – Ideen und Vorschläge sind willkommen.
Vollständige Sicherheits- und Rechtshinweise in der Bierlampe ↗